Komplexe Juristensätze erzeugen Unsicherheit und Distanz. Kurze Sätze, aktive Verben, klare Handlungsanweisungen und internationale Symbole senken Hürden. Piktogramme überbrücken Sprachgrenzen, reduzieren Lesebelastung und helfen in Bewegungssituationen, etwa beim Parken oder Umsteigen. Eine klare Botschaft pro Medium genügt. Wer Verständlichkeit priorisiert, reduziert unbeabsichtigte Verstöße und erhöht Respekt gegenüber Regeln, weil sie tatsächlich begreifbar werden.
Der beste Hinweis nützt wenig zur falschen Zeit. Parkhinweise müssen an der Einfahrt stehen, nicht am Automaten dahinter. Lärmschutzregeln kurz vor Veranstaltungsbeginn erinnern, nicht am nächsten Tag. Push-Nachrichten zur Straßenreinigung am Abend davor helfen spürbar. Ort und Timing entscheiden, ob Information nur vorhanden oder tatsächlich handlungsleitend ist.
Städtische Hinweise müssen alle erreichen: Menschen mit Sehbeeinträchtigung, Neurodiversität, geringer Lesekompetenz oder unterschiedlicher Herkunft. Kontraststarke Gestaltung, Vorlesefunktionen, leichte Sprache und relevante Übersetzungen sind keine Zugabe, sondern zentrale Voraussetzung gerechter Regeln. Wer inklusive Kommunikation schafft, verhindert ungerechte Nachteile und macht Regeltreue zum gemeinsamen Projekt, das die Vielfalt der Stadt respektvoll einbezieht.
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